EIERSCHALe

ZERBRECHLICH – Diplomarbeit von Ulrike Boettcher

Die Eierschalen-Membran

Eierschalen Membran links und kalkhaltiger Teil der Eierschale rechts

Das Eierschalenhäutchen ist eine Membran, die sich zwischen der kalkhaltigen Schale und dem Eiweiß befindet. Die Formgebung des Eies wird massgeblich durch diese Membran bestimmt und schirmt dessen Inhalt vor dem Eindringen von Bakterien ab. Auch wurden Proteine, Spuren von Osteopntin, Sialoprotein und Kerstin als Inhaltsstoffe nachgewiesen.

Ihre Struktur ist durch hoch kollagenhaltigen Fasern definiert, die wie ein Bindemittel Eiinnenleben und Außenschale vernetzen. Dieses bioploymere Netzwerk sorgt ebenfalls für den Transport von Nährstoffen, die das heranwachsenden Küken benötigt. Kollagen ist zu dem ein Strukturprotein, dass bei vielzelligen Tieren, aber auch dem Menschen vorwiegend im Bindegewebe aufrtitt. Vor allem Haut, Knochen, … bestehen zu 30% aus diesem Eiweiß.

Der Gedanke einer Aufwertung mit medizinischem Hintergrund ist also nicht weit her und lässt eine Weiterverwertung als Biomaterial geradezu logisch erscheinen. Im selben Zuge wurde die Eierschalenmembran bereits für die gezielte Knochenverheilung eingesetzt und als eine Art biologischer Kitt als antibakterieller heilungsfördernder Verband verwendet. Versuchsreihen, wie die des Instituts für Plastische Chirurgie des Chang Gung Memorial Krankenhauses in Taipei/Taiwan (s.Artikel Das regenerative Biopflaster ), lassen deutlich werden, dass medizinische Vorteile nicht von der Hand zu weisen sind. Eine aus diesen Beobachtungen resultierende  Überlegung scheint daher, wie neue Technologien eine solche Faser ermöglichen und eine medizinische Versorgung verbessern könnten?

Beispiele wie die Faser Qmilch, lassen erkennen, dass eine Verarbeitung solcher Biomaterialien nicht mehr in weiter Zukunft liegen. Qmilch nutzt Milchproteine, um daraus Fasern und somit Textilien herzustellen. Die Eierschalenhaut besteht ebenfalls aus diesen Faserproteinen und könnte sich daher ebenfalls für eine solche Verarbeitung eignen.

50fache Vergrößerung einer Eierschalen Membran 

 

Quellen:

http://www.qmilk.eu/

http://memo.cgu.edu.tw/cgmj/2603/260301.pdf

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 4. Mai 2012 von in Info.
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