EIERSCHALe

ZERBRECHLICH – Diplomarbeit von Ulrike Boettcher

Kristalloblastese

Als Kristalloblastese bezeichnet man die Entstehung eines typischen Kristallgefüges. So bildet sich eine kristalline Struktur aus einer Flüssigkeit oder aus Materialien, die in der Flüssigkeit gelöst sind. Die Verdunstung der Flüssigkeit verursacht eine immer höhere Anreicherung von Molekülen. Dabei ordnen sich die Atome oder Moleküle nach einer ganz bestimmten regelmäßigen Gitterstruktur an, je nachdem wie stark der auskristallisierende Stoff übersättigt ist, variiert das Volumen des Kristalls. Zum Lösen eines Kalk Moleküls der Eierschale werden exakt zwei Essig Molekühle benötigt, damit sich das Calciumcarbonat in der Flüssigkeit vollständig auflöst. Dabei gilt die einfache Regel: Säure und Basen bilden Salze. Sind weniger Essig-, also Säure Moleküle vorhanden, wird das Calciumcarbonat (basisch) nur so lange zersetzt wie die Säuremoleküle ausreichen. Beim verdunsten der Flüssigkeit entsteht dann aus beiden Stoffen Calciumacetat.

In dem Artikel Die kristalline Eierschale wird anhand eines Experiments durch das Vermengen von Essigsäure und Calciumcarbonat (Kalk der Eierschale) genau dieser Vorgang demonstriert. Das resultierende Calciumacetat mit der chemischen Formel Ca(H3CCOO)2, besteht aus einer weiße Substanz, die herb im Geschmack ist, einen leichten Essiggeruch aufweist und im festen Aggregatzustand als nadelförmiger, glänzender Kristall erscheint. Tatsächlich findet man Calciumacetat als säureregulierenden, konservierenden, festigenden Zusatzstoff E263 in Lebensmitteln wieder und wird zudem als Extrationsmittel für Bodenproben verwendet. In Kombination mit Brennspiritus verarbeitet man Calciumacetat auch zu Brennpaste. Darüber hinaus kann es als Medikament zur Behandlung erhöhter Phosphatspiegel bei chronischer Niereninsuffizienz zu einer Besserung beitragen.

…Fortsetzung folgt…

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 23. Mai 2012 von in Allgemein.
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